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Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – Von der Selbstverpflichtung zum grenzübergreifenden Standard

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – Von der Selbstverpflichtung zum grenzübergreifenden Standard

Internationaler Handel trägt dazu bei, Armut zu reduzieren. Das ließ sich dort beobachten, wo Länder in den vergangenen Jahren ihren Import und Export ausgebaut und sich so an den Weltmarkt angeschlossen haben.

Doch die immer weiter verzweigten, globalen Lieferketten bringen Herausforderungen mit sich – und Verantwortung für alle Akteure. Sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen fair? Die Löhne angemessen? Wer kontrolliert, dass Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden? Für eine transparente und nachhaltige Lieferkette soll künftig das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sorgen.

2016 hatte die Bundesregierung den „Nationalen Aktionsplan für Menschenrechte und Wirtschaft“ erlassen. Viele Unternehmen hatten darauf mit individuellen Selbstverpflichtungen reagiert. In 2020 fragten dann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei über 2000 deutschen Unternehmen ab, welche Maßnahmen sie bereits auf freiwilliger Ebene umgesetzt hatten. Das Ergebnis war ernüchternd – so konnte die Einhaltung der Menschenrechte insbesondere bei Zulieferern oft noch immer nicht gewährleistet werden. Als Konsequenz kündigte die Bundesregierung das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz an, das jetzt im Juni von Bundestag und Bundesrat verabschiedet wurde. Im Oktober soll es veröffentlicht werden und voraussichtlich Anfang 2023 in Kraft treten. Zunächst soll es nur für Unternehmen gelten, die mindestens 3.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen. Ein Jahr später soll diese Schwelle auf 1.000 Beschäftigte sinken.

Bereits jetzt setzen sich viele Unternehmen freiwillig für Fairness und Transparenz in ihrer Lieferkette ein – mit Selbstverpflichtungen oder Zertifizierungen. Doch sind sie bislang tendenziell benachteiligt gegenüber Unternehmen, die hierin weniger investieren. Auch dies soll das Gesetz nun ändern und in Deutschland gleiche Standards für alle schaffen.

Die Bundesrepublik zählt damit zu den Vorreitern unter den EU-Ländern, unter anderem neben Frankreich und den Niederlanden. In logischer Konsequenz ist aber auch ein Gesetz auf europäischer Ebene unabdingbar, um über die Landesgrenzen hinaus gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Hierfür hat das EU-Parlament bereits erste Schritte eingeleitet: Noch in diesem Jahr soll ein Vorschlag für ein sogenanntes Sorgfaltspflichtengesetz der EU auf den Weg gebracht werden.

Foto: Julian Mora / Unsplash

Mitgliederversammlung des Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.

Mitgliederversammlung des Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.

Steigende Preise und positive Signale aus Brüssel – Auf seiner ordentlichen Mitgliederversammlung berichtet der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. zu Branche und Verbandsarbeit

Hamburg, 8. Juni 2021. In der ordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG e.V.) kam heute die Branche des Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und Hülsenfrüchten zusammen. Die Unternehmen tagten in einer Hybridveranstaltung teils online, teils in der Handelskammer Hamburg, die auch Sitz des Bundesverbands ist.

“Weltweit wurden in den vergangenen Jahren mehr Getreide und Ölsaaten verbraucht als produziert. Die aktuell erneut steigende Nachfrage lässt sich daher nicht aus Beständen decken – die Preise gehen in die Höhe.”

Verbandsvorsitzender Thorsten Tiedemann beleuchtete den aktuell angespannten Markt, in dem Lebensmittel- und Futtermittelpreise immer wieder neue Rekorde erreichen: „Weltweit wurden in den vergangenen Jahren mehr Getreide und Ölsaaten verbraucht als produziert. Die aktuell erneut steigende Nachfrage lässt sich daher nicht aus Beständen decken – die Preise gehen in die Höhe.“ Das regnerische Frühjahr in Europa habe immerhin das Pflanzenwachstum auf den Feldern unterstützt. Gute Erträge könnten die Preisentwicklung etwas dämpfen.

Aus den Sektionen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit und Markt und Agrarpolitik berichteten die Vorsitzenden Jaana Kleinschmit von Lengefeld und Andreas Schiwek. Die Ergebnisse der Studie der Europäischen Kommission über Neue Züchtungstechniken vom 29. April bewertet Kleinschmit als positives Signal: „Die EU muss ihre Gesetzgebung für Neue Züchtungstechniken an den Stand der Wissenschaft anpassen. Sonst verliert Europa den Anschluss an den Weltmarkt. Wenn wir außerdem die Ziele des Green Deal erreichen wollen, müssen uns innovative Methoden zur Verfügung stehen.“ Andreas Schiwek legte die Verbandsposition zum geplanten deutschen Lieferkettengesetz dar: „Wir setzen uns dafür ein, dass die Verantwortung nicht allein auf den Unternehmen lastet. Die Politik muss Lösungen entwickeln, die für alle tragbar sind. Auch gilt es, den Verbraucher einzubinden und ihn für die Tragweite seiner Kaufentscheidungen zu sensibilisieren.“ VdG-Geschäftsführer Christof Buchholz vermeldete aus der Geschäftsstelle, dass das Schiedsgericht des VdG e.V. regelmäßig und mittlerweile wieder ohne Einschränkungen tagt. Es ist das älteste der Branche und mit jährlich rund 25-50 abgewickelten Verfahren auch das am häufigsten angerufene.

VdG Ordentliche Mitgliederversammlung

Die zahlreichen Fachseminare und Gremiensitzungen, die der Verband seinen Mitgliedern anbietet, hätten in den vergangenen Monaten vollständig digital stattgefunden. „Gemeinsam mit dem Bundesverband Agrarhandel e.V. haben wir im Januar zudem die öffentliche Online-Seminarreihe ‚Gut zu wissen im Agrarhandel‘ gestartet“, so Buchholz.

BVA und VdG begrüßen UTP-Richtlinie als Rahmenregelung für faires Miteinander im Agrarhandel

BVA und VdG begrüßen UTP-Richtlinie als Rahmenregelung für faires Miteinander im Agrarhandel

Berlin/Hamburg, 17. März 2021. Der Bundesverband Agrarhandel e.V. (BVA e.V.) und der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG e.V.) sehen in der UTP-Richtlinie einen dringend notwendigen rechtlichen Rahmen, um unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette einzudämmen. Ziel müsse es sein, Augenhöhe zwischen den Handelspartnern zu schaffen und etwaige Marktungleichgewichte zugunsten von mehr Wettbewerb aufzuheben.

„Der faire Umgang mit Vertragspartnern muss endlich rechtlich verankert werden“, betont Christof Buchholz, Geschäftsführer beim VdG e.V.. „Der Gesetzgeber kann nicht ausschließlich auf Selbstverpflichtungen der Unternehmen setzen, sondern muss einen geeigneten Rahmen schaffen.“ Die so etablierten Mindestschutzstandards könnten die einzelnen Unternehmen jeweils weiter ausbauen. Gleichzeitig solle Handelspartnern innerhalb des rechtlichen Rahmens immer noch ein gewisser Spielraum bei der Gestaltung ihrer Verträge gewährt werden. „Bilaterale Vertragsschlüsse als kleinste Einheit in der Handelskette leben von individuell auf die beiden Parteien zugeschnittenen Vereinbarungen. Dies macht sie effizient“, so Buchholz.

Die beiden Bundesverbände monieren jedoch, dass der Gesetzentwurf die ungleichen Marktverhältnisse unzureichend angehe. „Unklar ist, warum die Regelungen nur Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 350 Millionen Euro schützen“, wirft BVA-Geschäftsführer Martin Courbier auf. „Faire Handelsbedingungen können keine Frage von Unternehmensgröße sein. Die vorgesehene Umsatzstaffelung verkompliziert zudem die Regelung und lässt Schlupflöcher offen.“
In der praktischen Umsetzung sei es laut BVA e.V. und VdG e.V. wichtig, dass die Beweislast für unlauteres Verhalten nicht allein bei der schwächeren Vertragspartei liege. Bereits im begründeten Verdachtsfall solle der Käufer den Nachweis erbringen müssen, ordnungsgemäß gehandelt zu haben. Auch müsse die Anonymität des Beschwerdeführers im gesamten Prozess gewährleistet werden. In diesen Punkten müsse der Entwurf nachgebessert werden, fordern BVA e.V. und VdG e.V. Dann könne das Gesetz die Situation für alle Agrarhandelsunternehmen entlang der Lieferkette tatsächlich verbessern.

Die UTP-Richtlinie (UTP = unfair trading practices) ist eine 2019 auf EU-Ebene geschaffene Richtlinie, die unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette verhindern soll. Dazu zählen kurzfristige Warenstornierungen, verspätete Zahlungen und weitere Vorgänge, bei denen der Käufer ungleiche Machtverhältnisse gegenüber den Lieferanten ausnutzen können. Im November 2020 hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht verabschiedet. Das Gesetz muss bis Mai 2021 verabschiedet sein.

Über den BVA:

Der Bundesverband Agrarhandel e. V. (BVA) ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Die BVA-Mitgliedsunternehmen bereiten die von der Landwirtschaft gelieferten Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, qualitativ durch Trocknung und Reinigung auf und vermarkten diese Produkte als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Zudem vertreiben sie sowohl Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel als auch Futtermittel an die Landwirtschaft. Dem Agrarhandel kommt damit eine entscheidende Funktion in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu.

Über den VdG:

Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) ist seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das anerkannte und offizielle Sprachrohr und die Interessenvertretung des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten, Fischmehl und Speisesaaten. Er agiert als Dienstleister für seine Mitglieder und darüber hinaus als Partner von Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Berlin, Bonn und Brüssel.

Bildnachweis: Annegret Hultsch für VdG e.V.

 

Das Lieferkettengesetz muss für alle Unternehmen tragbar sein

Das Lieferkettengesetz muss für alle Unternehmen tragbar sein

Hamburg, 16. Februar 2021. Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG e.V.) begrüßt, dass mit dem Lieferkettengesetz eine Regelung geschaffen werden soll, die faire Arbeitsbedingungen, Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutzmaßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewährleisten will. Jedoch müsse sichergestellt werden, dass die Verantwortung sinnvoll und gerecht von allen Markt- und politischen Akteuren getragen wird. Unternehmen dürfen nicht einseitig belastet und benachteiligt werden, betont der Bundesverband, der den internationalen Groß- und Außenhandel mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und Hülsenfrüchten vertritt.

„Gerade im Agrarhandel sind weltweite Lieferketten unverzichtbar, um die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Multilateraler Handel fördert bereits jetzt Wohlstand und bessere Lebensbedingungen für viele Menschen. Dazu gehört, dass auf allen Stufen gerechte Arbeitsbedingungen und Entlohnung gewährleistet werden müssen. Menschenrechte sind unverhandelbar und die Agrarhandelsbranche setzt sich dafür ein, die geforderten Sorgfaltspflichten einzuhalten und durchzusetzen“, erklärt Christof Buchholz, Geschäftsführer beim VdG e.V.. „Die Verantwortung darf jedoch nicht allein auf den Unternehmen lasten, sondern es ist auch an der Politik, durchsetzbare Lösungen zu entwickeln.“ Regelungen zu Haftungsklagen beispielsweise müssten im Gesetz verständlich und übersichtlich formuliert sein, um den Unternehmen weiterhin Rechtssicherheit zu geben. Auch solle der Verbraucher für die Macht seiner Kaufentscheidungen sensibilisiert und ebenso in die Verantwortung eingebunden werden.

Das Lieferkettengesetz adressiert zunächst Unternehmen, die 3.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen. Nach einem Jahr soll diese Schwelle auf 1.000 Beschäftigte sinken. Buchholz: „Diese Überlegung können wir nachvollziehen. So sind große Unternehmen aufgrund ihrer Kapazitäten sicher eher in der Lage, Auflagen in einem gewissen Rahmen zu erfüllen, ohne dass es sie zu sehr belastet. Wir sehen jedoch auch die Gefahr, dass entstehender bürokratischer Druck indirekt an kleine und mittlere Unternehmen weitergegeben wird, was für diese kaum zu stemmen sein wird.“ Das Gesetz müsse hier klare Vorgaben formulieren, damit die Verantwortung so angemessen verteilt wird, dass sie für das jeweilige Unternehmen tragbar ist. Gerade jetzt in der Pandemie stünden viele Unternehmen bereits unter einem enormen Druck. Dies solle ebenfalls berücksichtigt werden.

In Deutschland gibt es bereits zivil- und wettbewerbsrechtliche Regelungen, die umfangreichen Schutz für die Vertragsparteien in der Lieferkette bieten. „Nationale Gesetze helfen nur begrenzt“, so Christof Buchholz. „Zudem dürfen durch das Lieferkettengesetz keine Wettbewerbsnachteile für deutsche gegenüber internationalen Unternehmen entstehen. Wir appellieren daher dringend an die Politik, eine gemeinsame Lösung auf europäischer Ebene zu etablieren.“

2016 hatte die Bundesregierung den „Nationalen Aktionsplan für Menschenrechte und Wirtschaft“ erlassen. Daraufhin reagierten viele Unternehmen bereits mit individuellen Schritten in Form von Selbstverpflichtungen, um der Anforderung nach einer Verknüpfung und Implementierung von Menschenrechten in der Lieferkette nachzukommen und diese damit nachhaltiger und transparenter zu gestalten. In 2020 zeigte eine Abfrage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei über 2000 deutschen Unternehmen jedoch, dass die Einhaltung der Menschenrechte insbesondere bei Zulieferern noch immer nicht gewährleistet ist. Die Bundesregierung kündigte als Konsequenz das Lieferkettengesetz an, das nun noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden und voraussichtlich Anfang 2023 in Kraft treten soll.

Über den VdG:

Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) ist seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das anerkannte und offizielle Sprachrohr und die Interessenvertretung des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten, Fischmehl und Speisesaaten. Er agiert als Dienstleister für seine Mitglieder und darüber hinaus als Partner von Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Berlin, Bonn und Brüssel.

Kontakt:

Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.
Christof Buchholz
Adolphsplatz 1
20457 Hamburg
Tel: +49 (0)40-369879-16
E-Mail: buchholz@vdg-ev.de

„Gut zu wissen im Agrarhandel“: BVA und VdG starten gemeinsame Seminarreihe

„Gut zu wissen im Agrarhandel“: BVA und VdG starten gemeinsame Seminarreihe

Berlin/Hamburg, 15. Januar 2021. Der Bundesverband Agrarhandel e.V. (BVA e.V.) und der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG e.V.) starten im Februar zusammen eine neue Seminarreihe. Die beiden deutschen Agrarhandelsverbände informieren zudem mittels eines gemeinsamen Twitter- Auftritt über neueste Entwicklungen in der Branche.

Mit der gemeinsamen Online-Seminarreihe „Gut zu wissen im Agrarhandel“ bieten BVA e.V. und VdG e.V. in diesem Jahr Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern wissenswerte und nützliche Informationen sowie eine Plattform um sich untereinander auszutauschen. Den Auftakt gibt Anfang Februar ein dreistündiges Seminar zum Umgang mit Salmonellen. Geplant sind drei weitere Veranstaltungen zu den Auswirkungen der aktuellen EU-Politik auf den Agrarhandel, Datenschutzrecht in der unternehmerischen Praxis sowie Zertifikatehandel. Informationen zu Details und zur Teilnahme finden Sie auf der Website des BVA e.V. (https://www.bv-agrar.de/content/umgang-mit-salmonellen-im-agrarhandel).

Beide Bundesverbände betreiben seit dem vergangenen Jahr zudem einen gemeinsamen Twitter-Auftritt unter dem Namen „Agrarhandel Deutschland“ @bva_vdg. Dort halten sie Nutzer mit aktuellen Informationen aus der Branche auf dem Laufenden.

Der BVA e.V. mit Sitz in Berlin vertritt den privaten Agrarhandel in Deutschland, vor allem mittelständische Betriebe, die mit pflanzlichen Erzeugnissen und landwirtschaftlichen Betriebsmitteln handeln. Der VdG e.V. agiert seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg als offizielles Sprachrohr für den internationalen Groß- und Außenhandel mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und Hülsenfrüchten.

Über den BVA:

Der Bundesverband Agrarhandel e. V. (BVA) ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Die BVA-Mitgliedsunternehmen bereiten die von der Landwirtschaft gelieferten Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, qualitativ durch Trocknung und Reinigung auf und vermarkten diese Produkte als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Zudem vertreiben sie sowohl Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel als auch Futtermittel an die Landwirtschaft. Dem Agrarhandel kommt damit eine entscheidende Funktion in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu.

Kontakt:

Bundesverband Agrarhandel e.V.
Martin Courbier
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
Telefon: +49 (0)30 2790 741-0
E-Mail: martin.courbier@bv-agrar.de

Über den VdG:

Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) ist seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das anerkannte und offizielle Sprachrohr und die Interessenvertretung des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten, Fischmehl und Speisesaaten. Er agiert als Dienstleister für seine Mitglieder und darüber hinaus als Partner von Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Berlin, Bonn und Brüssel.

Kontakt:

Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.
Christof Buchholz
Adolphsplatz 1
20457 Hamburg
Tel: +49 (0)40-369879-16
E-Mail: buchholz@vdg-ev.de

Die Schiedsgerichte des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. sowie des Grofor e.V. agieren künftig unter dem Dach des neuen „Hamburg International Arbitration Center“

Die Schiedsgerichte des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. sowie des Grofor e.V. agieren künftig unter dem Dach des neuen „Hamburg International Arbitration Center“

Hamburg, 17. November 2020. Die Handelskammer Hamburg und der Rechtsstandort Hamburg e.V. eröffnen heute das „Hamburg International Arbitration Center“ (HIAC), unter dessen Schirmherrschaft die vielfältigen schiedsgerichtlichen Aktivitäten in der Hansestadt gebündelt werden. Unter dem neuen Center wirken auch das Schiedsgericht des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. und das des Deutschen Verbands des Großhandels mit Ölen, Fetten und Ölrohstoffen Grofor e.V., die beide in der Handelskammer Hamburg ansässig sind. 

Das Schiedsgericht des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG e.V.) agiert im Getreide- und Futtermittelhandel und dient dazu, Streitigkeiten zwischen zwei oder auch mehreren Vertragsparteien beizulegen. Schiedsklagen betreffen beispielsweise Zahlungsausfälle, Nichterfüllung von Verträgen oder mangelhafte Warenqualität. Das Schiedsgericht des VdG e.V. ist mit seiner Gründung 1863 das älteste der Branche und mit jährlich bis zu 50 abgewickelten Verfahren auch das am häufigsten angerufene.

Dass Streitigkeiten zwischen zwei Vertragsparteien im Getreide- und Futtermittelhandel durch ein bei einer deutschen Getreide- und Produktenbörse eingerichtetes Schiedsgericht entschieden werden, ist unter anderem in den sogenannten Einheitsbedingungen im deutschen Getreidehandel festgelegt. Diese bilden seit knapp 100 Jahren die rechtliche Basis für die überwiegende Zahl von Vertragsschlüssen in der Branche.

Der Deutsche Verband des Großhandels mit Ölen, Fetten und Ölrohstoffen Grofor e.V. unterhält ebenfalls ein ständiges, international arbeitendes Schiedsgericht in der Handelskammer Hamburg. Es behandelt Streitfälle in Handelsgeschäften mit pflanzlichen und tierischen oder seetierischen Ölen, Fetten und Fettsäuren.

Weitere Schiedsgerichte, die sich künftig unter dem Dach des HIAC sammeln, sind das des Deutschen Kaffeeverbands, das Chinese European Arbitration Centre (CEAC), das European-Latinamerican Arbitration Center (ELArb) und die German Maritime Arbitration Association (GMAA). Unternehmen der einzelnen Branchen finden in Hamburg so ein einzigartiges Angebot zur Lösung von Konflikten mit nationalen wie internationalen Geschäftspartnern.

Aufgrund der aktuell wieder verschärften Corona-Maßnahmen findet die Eröffnung am 17. November nicht wie geplant in der Handelskammer Hamburg sondern online statt. Das Grußwort hält Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Für einen Impulsvortrag und die anschließende Podiumsdiskussion sind Fachexperten aus Hamburg sowie New York und São Paulo zugeschaltet.

Alexander Bauer, Syndikusrechtsanwalt beim Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. und beim Deutschen Verband des Großhandels mit Ölen, Fetten und Ölrohstoffen Grofor e.V., betreut die Schiedsgerichte der beiden Verbände.

Über den VdG:

Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) ist seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das anerkannte und offizielle Sprachrohr und die Interessenvertretung des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten, Fischmehl und Speisesaaten. Er agiert als Dienstleister für seine Mitglieder und darüber hinaus als Partner von Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Berlin, Bonn und Brüssel.

Über den Grofor e.V.:

Der Grofor e.V. ist der Deutsche Verband des Großhandels mit Ölen, Fetten und Ölrohstoffen. Gegründet wurde er 1916 in Hamburg von 25 Unternehmern aus dem Handel mit Lebensmittelschmalz und -fetten, Tran, technischen Fetten für die Seifen- und Kerzenindustrie sowie pflanzlichen Ölen.

Kontakt:

Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.
Christof Buchholz
Adolphsplatz 1
20457 Hamburg
Tel: +49 (0)40-369879-16
E-Mail: buchholz@vdg-ev.de

Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. wählt Vorstand und blickt auf das von der Pandemie geprägte Branchenjahr zurück

Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. wählt Vorstand und blickt auf das von der Pandemie geprägte Branchenjahr zurück

Hamburg, 23. September 2020. In seiner ordentlichen Mitgliederversammlung wählte der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) gestern den Verbandsvorstand für die kommenden zwei Jahre. Der VdG ist seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das offizielle Sprachrohr des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und Hülsenfrüchten. Der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende Thorsten Tiedemann sowie Geschäftsführer Christof Buchholz blickten auf ein Jahr zurück, das die Branche vor Herausforderungen und gleichzeitig ihre Stabilität unter Beweis stellte.

„Die Ernte 2020 ist vergleichsweise klein ausgefallen. Neue Regelungen wie die Düngemittelverordnung oder das Agrarpaket drosseln nicht nur die Produktivität auf den Feldern, sie beschleunigen auch den Strukturwandel in der Landwirtschaft und bei den Firmen. Dies stellt auch den Agrarhandel vor Herausforderungen. Deutschland ist zudem nach wie vor Netto-Importeur für verschiedene Getreide und Ölsaaten“, erklärt Thorsten Tiedemann. Versorgungssicherheit sei folglich ein wichtiges Verbandsthema, dem sich der VdG annehme: „Der internationale Agrarhandel fungiert als Drehscheibe zwischen Produktion und Bedarf. Er spielt eine essentielle Rolle in der Lebensmittelversorgung. Und in den vergangenen Monaten während der Covid-19-Pandemie zeigte sich deutlich, dass der Agrarhandel stabil und resilient genug ist, um dieser Rolle gerecht zu werden.“ Thorsten Tiedemann wies darauf hin, dass der Verband die Unternehmen hier nach Kräften unterstützt: „Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Mitglieder ihr Geschäft störungsfrei betreiben und mit wachsendem Erfolg fortbestehen können.“

Christof Buchholz berichtete, dass die Geschäftsstelle des Verbands ihre Arbeit während der Krise in vollem Umfang erfolgreich weiterführen konnte: „Die Leistungen unseres Schiedsgerichts wurden weiterhin rege von Marktteilnehmern genutzt, wenn auch mit leichten Einschränkungen, da mündliche Verhandlungen nur unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften möglich waren. Auch die Facharbeit in den Sektionen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit sowie Markt und Agrarpolitik lief uneingeschränkt weiter, ebenso die Vertretung unserer Mitglieder in Berlin, Bonn und Brüssel. Unsere partnerschaftlichen Kontakte zu anderen Branchenverbänden auf Bundes- und EU-Ebene, durch die wir gemeinsam Synergien nutzen, konnten wir per Online-Konferenzen sehr gut aufrechterhalten.“

In der alle zwei Jahre stattfindenden Wahl wählten die Mitglieder des VdG gestern erneut Thorsten Tiedemann von der Getreide AG zum Vorstandsvorsitzenden. Als seine drei Stellvertreter wurden Jaana Kleinschmit von Lengefeld (ADM Germany GmbH), Jens Kaß (Bioland Markt GmbH & Co. KG) sowie Steen Houengaard (ABK Agentur für Getreide und Futtermittel GmbH) wiedergewählt. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt weiterhin Michael Kemperdick (Schlüter & Maack GmbH). Darüber hinaus wurden die weiteren Mitglieder des Gesamtvorstands, die Vorsitzenden der Sektionen sowie die Rechnungsprüfer gewählt.

Über den VdG:

Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) ist seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das anerkannte und offizielle Sprachrohr und die Interessenvertretung des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten, Fischmehl und Speisesaaten. Er agiert als Dienstleister für seine Mitglieder und darüber hinaus als Partner von Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Berlin, Bonn und Brüssel.

Kontakt:

Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.
Christof Buchholz
Adolphsplatz 1
20457 Hamburg
Tel: +49 (0)40-369879-16
E-Mail: buchholz@vdg-ev.de

Zum Auftakt der EU-Ratspräsidentschaft: Versorgungssicherheit benötigt multilateralen Handel

Zum Auftakt der EU-Ratspräsidentschaft: Versorgungssicherheit benötigt multilateralen Handel

Hamburg, 1. Juli 2020. Mit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft beginnt heute eine Phase der Gestaltungsmöglichkeiten – im Fokus dabei auch: die Sicherung der Lebensmittelversorgung. Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) appelliert an die Vertreter der Agrar- und Handelspolitik, hierbei nicht einseitig auf regionale Lebensmittelproduktion zu setzen, sondern nach wie vor den internationalen Handel mit Agrarrohstoffen zu fördern. (mehr …)