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VdG e.V. formuliert Positionen zur Bundestagswahl 2021

VdG e.V. formuliert Positionen zur Bundestagswahl 2021

Hamburg, 2. September 2021. Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG) e.V. formuliert zur Bundestagswahl 2021 vier Empfehlungen an die zukünftige Bundesregierung: Der internationale Agrarhandel sollte gestärkt und ertragsstarke Regionen genutzt werden. Innovationen in der landwirtschaftlichen Erzeugung und im Agrarhandel müssten ermöglicht und gefördert werden. Neue Züchtungstechniken (NZT) müssten auf EU-Ebene rechtlich klar eingeordnet werden, um für Unternehmen Rechtssicherheit zu schaffen. Das europäische Lieferkettengesetz sollte sich an den Standards des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes der Bundesrepublik orientieren. Für diese Ziele sollte sich die neue Bundesregierung auch auf EU-Ebene einsetzen.

1. Die neue Bundesregierung sollte ertragsstarke Regionen und den internationalen Agrarhandel stärken, um die Versorgung Deutschlands mit vielfältigen Agrarerzeugnissen sicherzustellen als auch global zur Lebensmittelversorgung beizutragen. Seit einigen Monaten bewegen sich die Preise für Getreide und Ölsaaten auf einem historisch hohen Niveau. Damit dieses sich nicht dauerhaft etabliert und letztendlich auf die Verbraucherpreise niederschlägt, muss ausreichend produziert werden. Agrarprodukte sollten daher vorrangig dort erzeugt werden, wo Ressourcen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen und effizient genutzt werden können. In vielen Regionen Deutschlands sind die Voraussetzungen für eine hohe und nachhaltige Produktion gegeben. Klima und Boden begünstigen den Anbau vieler Agrarerzeugnisse, wie Weizen, Gerste, Roggen oder Raps, und auch Technikexpertise, Fachkräfte und Infrastruktur tragen zu guten Erträgen bei. In anderen Weltregionen lassen sich andere Produkte optimal erzeugen. Der internationale Handel schafft anschließend global Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage. Beides – ertragsstarke Regionen und Agrarhandel – gilt es, auf nachhaltige Weise zu nutzen und zu stärken.

2. Die neue Bundesregierung sollte Innovationen erleichtern und fördern, die die Landwirtschaft und den multilateralen Handel noch effizienter gestalten und so dazu beizutragen, dass der Weltbevölkerung nachhaltig erzeugte, hochwertige und erschwingliche Lebensmittel global zur Verfügung stehen. Damit Landwirtschaft und Lebensmittelwertschöpfungskette die steigenden Nachhaltigkeitsansprüche auch in Zukunft erfüllen können, benötigen sie neue Technologien, digitale Systeme, risikoarme Pflanzenschutzmittel oder auch Neue Züchtungstechniken (NZT). Das Potential solcher Innovationen gilt es nutzbar zu machen, indem bestehende Systeme anerkannt und entsprechende rechtliche Regelungen geschaffen werden.

3. Die neue Bundesregierung sollte sich für die rechtlich klare Einordnung Neuer Züchtungstechniken (NZT) auf EU-Ebene einsetzen, um für Unternehmen Rechtssicherheit zu schaffen und weiterhin Importe aus Ländern zu ermöglichen, die bereits NZT anwenden. Nicht nur bieten Neue Züchtungstechniken, wie zum Beispiel Genome Editing, Potential in der Anwendung, das derzeit ungenutzt bleibt, auch beeinträchtigt das veraltete EU- Recht den Handel. Beispielsweise in den USA, einem der weltweit wichtigsten Getreideexportländer, unterliegen genom-editierte Pflanzen ohne artfremdes genetisches Material keiner GVO-Regulierung und werden demnach nicht gekennzeichnet. Bislang ist es auch nicht möglich, allgemeingültig nachzuweisen, ob Rohwaren von genom-editierten oder konventionell gezüchteten Pflanzen stammen. Dies stellt Unternehmen, die Rohwaren international handeln oder weiterverarbeiten, vor große Herausforderungen, die wiederum mit einer hohen Rechtsunsicherheit verbunden sind. Das EU-Recht gilt es so zu modernisieren, dass Importeure Rechtssicherheit erlangen und Deutschland und die EU uneingeschränkt an den Weltmarkt angeschlossen sind.

4. Die neue Bundesregierung sollte sich bei der Ausgestaltung eines Lieferkettengesetzes auf EU-Ebene einbringen und sich dafür einsetzen, dass sich dessen Standards an dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz der Bundesrepublik orientieren. Mit ihrem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ist die Bundesrepublik Vorreiter für rechtliche Regelungen zur Stärkung der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten im unternehmerischen Handeln. Es gilt gleiche Voraussetzungen und Standards für alle EU-Länder zu schaffen, um die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards in den Lieferketten, eine verträgliche Belastung der Unternehmen und fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Bildnachweis: Claudio Schwarz / Unsplash

Handel ist Wandel – Die Hamburger Getreidebörse von ihrer Geburtsstunde bis heute

Handel ist Wandel – Die Hamburger Getreidebörse von ihrer Geburtsstunde bis heute

Es war 1558: Hamburger Kaufleute erwirkten beim “Ehrbaren Rat der Stadt Hamburg” das Recht, sich einen Platz an der Trostbrücke in Hamburgs früherem Hafenareal herzurichten. Sie verband damals die bischöfliche Altstadt rund um Dom und Petrikirche mit der gräflichen Neustadt. Hier kamen sie täglich zusammen, um Qualitäten zu vergleichen und zu handeln. Dies war die Geburtsstunde der Hamburger Börse, einer der ältesten deutschen Börsen überhaupt. Schon damals war die Hamburger Börse von zwei Ideen geprägt: Eine internationale Ausrichtung verbunden mit einem starken Gemeinschaftssinn.

Tradition, gepaart mit ständiger Bereitschaft zur Innovation und zur Anpassung an den sich wandelnden Markt ist auch heute noch Leitbild hanseatischer Händler. Und viele Börsen haben von damals bis heute überdauert: die Hanseatische Wertpapierbörse, die Kaffeebörse, die Börsen der Versicherungswirtschaft und Hausmakler und so auch die Hamburger Getreidebörse. Die Getreidebörse ist dabei die letzte aktive existierende „Warenbörse“.

Die Börse dient dem Handelsgeschäft

Doch was ist eigentlich die Aufgabe einer Warenbörse? Ursprünglich ging es darum, die wirtschaftlichen Interessen der Börsenmitglieder zu fördern. Die Hamburger Getreidebörse bot beispielsweise ein Forum, wo Händler und Makler Geschäfte mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten oder Saatgut anbahnten und vermittelten.

Auch heute noch dient die Hamburger Getreidebörse dem Agrar-Handelsgeschäft. Sie gibt u.a. die Hamburger Futtermittelschlussschein und weitere Formularkontrakte heraus. Diese sollen helfen, Verträge fair abzuwickeln und Streitigkeiten zu verhindern. Sie sind öffentlich verfügbar und stehen hier zum Download bereit. Jeden Dienstag stellt die Notierungskommission der Getreidebörse zudem die Kassamarktpreise franko Hamburg für mehrere Getreidesorten, Futtermittel und Hülsenfrüchte fest und veröffentlicht sie als Preisorientierung für die Branche. Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. ist der Träger der Hamburger Getreidebörse. Er führt zugleich ihre Geschäfte.

Auch in Zeiten der Digitalisierung bleibt die Börse lebendig

Früher trafen sich die Getreidehändler mit Ihren Warenproben täglich. Heute kommen die Marktteilnehmer dreimal im Jahr zu überregionalen Börsen in der Handelskammer Hamburg zusammen: Jeden Januar, April und August drängen sich bis zu 700 Teilnehmende in den Börsensaal. Sie sichten das Angebot der ausstellenden Unternehmen, teilen Marktinformationen und diskutieren darüber, schließen Geschäfte ab und pflegen Kontakte. Der tägliche Handel erfolgt heute weitgehend per Internet, E-Mail und Telefon – das Leben an den Börsen hat sich geändert, aber das persönliche Treffen hat nicht an Wert verloren. Es ebnet auch heute noch den Weg für reibungslose Geschäfte. Wir freuen uns, dazu beizutragen und das Börsenleben in Hamburg mit allen Börsenbesuchern lebendig zu halten.

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – Von der Selbstverpflichtung zum grenzübergreifenden Standard

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – Von der Selbstverpflichtung zum grenzübergreifenden Standard

Internationaler Handel trägt dazu bei, Armut zu reduzieren. Das ließ sich dort beobachten, wo Länder in den vergangenen Jahren ihren Import und Export ausgebaut und sich so an den Weltmarkt angeschlossen haben.

Doch die immer weiter verzweigten, globalen Lieferketten bringen Herausforderungen mit sich – und Verantwortung für alle Akteure. Sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen fair? Die Löhne angemessen? Wer kontrolliert, dass Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden? Für eine transparente und nachhaltige Lieferkette soll künftig das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sorgen.

2016 hatte die Bundesregierung den „Nationalen Aktionsplan für Menschenrechte und Wirtschaft“ erlassen. Viele Unternehmen hatten darauf mit individuellen Selbstverpflichtungen reagiert. In 2020 fragten dann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei über 2000 deutschen Unternehmen ab, welche Maßnahmen sie bereits auf freiwilliger Ebene umgesetzt hatten. Das Ergebnis war ernüchternd – so konnte die Einhaltung der Menschenrechte insbesondere bei Zulieferern oft noch immer nicht gewährleistet werden. Als Konsequenz kündigte die Bundesregierung das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz an, das jetzt im Juni von Bundestag und Bundesrat verabschiedet wurde. Im Oktober soll es veröffentlicht werden und voraussichtlich Anfang 2023 in Kraft treten. Zunächst soll es nur für Unternehmen gelten, die mindestens 3.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen. Ein Jahr später soll diese Schwelle auf 1.000 Beschäftigte sinken.

Bereits jetzt setzen sich viele Unternehmen freiwillig für Fairness und Transparenz in ihrer Lieferkette ein – mit Selbstverpflichtungen oder Zertifizierungen. Doch sind sie bislang tendenziell benachteiligt gegenüber Unternehmen, die hierin weniger investieren. Auch dies soll das Gesetz nun ändern und in Deutschland gleiche Standards für alle schaffen.

Die Bundesrepublik zählt damit zu den Vorreitern unter den EU-Ländern, unter anderem neben Frankreich und den Niederlanden. In logischer Konsequenz ist aber auch ein Gesetz auf europäischer Ebene unabdingbar, um über die Landesgrenzen hinaus gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Hierfür hat das EU-Parlament bereits erste Schritte eingeleitet: Noch in diesem Jahr soll ein Vorschlag für ein sogenanntes Sorgfaltspflichtengesetz der EU auf den Weg gebracht werden.

Foto: Julian Mora / Unsplash

VdG e.V. formuliert Positionen zur Bundestagswahl 2021

Mitgliederversammlung des Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.

Steigende Preise und positive Signale aus Brüssel – Auf seiner ordentlichen Mitgliederversammlung berichtet der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. zu Branche und Verbandsarbeit

Hamburg, 8. Juni 2021. In der ordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG e.V.) kam heute die Branche des Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und Hülsenfrüchten zusammen. Die Unternehmen tagten in einer Hybridveranstaltung teils online, teils in der Handelskammer Hamburg, die auch Sitz des Bundesverbands ist.

“Weltweit wurden in den vergangenen Jahren mehr Getreide und Ölsaaten verbraucht als produziert. Die aktuell erneut steigende Nachfrage lässt sich daher nicht aus Beständen decken – die Preise gehen in die Höhe.”

Verbandsvorsitzender Thorsten Tiedemann beleuchtete den aktuell angespannten Markt, in dem Lebensmittel- und Futtermittelpreise immer wieder neue Rekorde erreichen: „Weltweit wurden in den vergangenen Jahren mehr Getreide und Ölsaaten verbraucht als produziert. Die aktuell erneut steigende Nachfrage lässt sich daher nicht aus Beständen decken – die Preise gehen in die Höhe.“ Das regnerische Frühjahr in Europa habe immerhin das Pflanzenwachstum auf den Feldern unterstützt. Gute Erträge könnten die Preisentwicklung etwas dämpfen.

Aus den Sektionen Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit und Markt und Agrarpolitik berichteten die Vorsitzenden Jaana Kleinschmit von Lengefeld und Andreas Schiwek. Die Ergebnisse der Studie der Europäischen Kommission über Neue Züchtungstechniken vom 29. April bewertet Kleinschmit als positives Signal: „Die EU muss ihre Gesetzgebung für Neue Züchtungstechniken an den Stand der Wissenschaft anpassen. Sonst verliert Europa den Anschluss an den Weltmarkt. Wenn wir außerdem die Ziele des Green Deal erreichen wollen, müssen uns innovative Methoden zur Verfügung stehen.“ Andreas Schiwek legte die Verbandsposition zum geplanten deutschen Lieferkettengesetz dar: „Wir setzen uns dafür ein, dass die Verantwortung nicht allein auf den Unternehmen lastet. Die Politik muss Lösungen entwickeln, die für alle tragbar sind. Auch gilt es, den Verbraucher einzubinden und ihn für die Tragweite seiner Kaufentscheidungen zu sensibilisieren.“ VdG-Geschäftsführer Christof Buchholz vermeldete aus der Geschäftsstelle, dass das Schiedsgericht des VdG e.V. regelmäßig und mittlerweile wieder ohne Einschränkungen tagt. Es ist das älteste der Branche und mit jährlich rund 25-50 abgewickelten Verfahren auch das am häufigsten angerufene.

VdG Ordentliche Mitgliederversammlung

Die zahlreichen Fachseminare und Gremiensitzungen, die der Verband seinen Mitgliedern anbietet, hätten in den vergangenen Monaten vollständig digital stattgefunden. „Gemeinsam mit dem Bundesverband Agrarhandel e.V. haben wir im Januar zudem die öffentliche Online-Seminarreihe ‚Gut zu wissen im Agrarhandel‘ gestartet“, so Buchholz.

BVA und VdG begrüßen UTP-Richtlinie als Rahmenregelung für faires Miteinander im Agrarhandel

BVA und VdG begrüßen UTP-Richtlinie als Rahmenregelung für faires Miteinander im Agrarhandel

Berlin/Hamburg, 17. März 2021. Der Bundesverband Agrarhandel e.V. (BVA e.V.) und der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG e.V.) sehen in der UTP-Richtlinie einen dringend notwendigen rechtlichen Rahmen, um unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette einzudämmen. Ziel müsse es sein, Augenhöhe zwischen den Handelspartnern zu schaffen und etwaige Marktungleichgewichte zugunsten von mehr Wettbewerb aufzuheben.

„Der faire Umgang mit Vertragspartnern muss endlich rechtlich verankert werden“, betont Christof Buchholz, Geschäftsführer beim VdG e.V.. „Der Gesetzgeber kann nicht ausschließlich auf Selbstverpflichtungen der Unternehmen setzen, sondern muss einen geeigneten Rahmen schaffen.“ Die so etablierten Mindestschutzstandards könnten die einzelnen Unternehmen jeweils weiter ausbauen. Gleichzeitig solle Handelspartnern innerhalb des rechtlichen Rahmens immer noch ein gewisser Spielraum bei der Gestaltung ihrer Verträge gewährt werden. „Bilaterale Vertragsschlüsse als kleinste Einheit in der Handelskette leben von individuell auf die beiden Parteien zugeschnittenen Vereinbarungen. Dies macht sie effizient“, so Buchholz.

Die beiden Bundesverbände monieren jedoch, dass der Gesetzentwurf die ungleichen Marktverhältnisse unzureichend angehe. „Unklar ist, warum die Regelungen nur Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 350 Millionen Euro schützen“, wirft BVA-Geschäftsführer Martin Courbier auf. „Faire Handelsbedingungen können keine Frage von Unternehmensgröße sein. Die vorgesehene Umsatzstaffelung verkompliziert zudem die Regelung und lässt Schlupflöcher offen.“
In der praktischen Umsetzung sei es laut BVA e.V. und VdG e.V. wichtig, dass die Beweislast für unlauteres Verhalten nicht allein bei der schwächeren Vertragspartei liege. Bereits im begründeten Verdachtsfall solle der Käufer den Nachweis erbringen müssen, ordnungsgemäß gehandelt zu haben. Auch müsse die Anonymität des Beschwerdeführers im gesamten Prozess gewährleistet werden. In diesen Punkten müsse der Entwurf nachgebessert werden, fordern BVA e.V. und VdG e.V. Dann könne das Gesetz die Situation für alle Agrarhandelsunternehmen entlang der Lieferkette tatsächlich verbessern.

Die UTP-Richtlinie (UTP = unfair trading practices) ist eine 2019 auf EU-Ebene geschaffene Richtlinie, die unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette verhindern soll. Dazu zählen kurzfristige Warenstornierungen, verspätete Zahlungen und weitere Vorgänge, bei denen der Käufer ungleiche Machtverhältnisse gegenüber den Lieferanten ausnutzen können. Im November 2020 hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht verabschiedet. Das Gesetz muss bis Mai 2021 verabschiedet sein.

Über den BVA:

Der Bundesverband Agrarhandel e. V. (BVA) ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Die BVA-Mitgliedsunternehmen bereiten die von der Landwirtschaft gelieferten Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, qualitativ durch Trocknung und Reinigung auf und vermarkten diese Produkte als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Zudem vertreiben sie sowohl Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel als auch Futtermittel an die Landwirtschaft. Dem Agrarhandel kommt damit eine entscheidende Funktion in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu.

Über den VdG:

Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) ist seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das anerkannte und offizielle Sprachrohr und die Interessenvertretung des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln, Hülsenfrüchten, Fischmehl und Speisesaaten. Er agiert als Dienstleister für seine Mitglieder und darüber hinaus als Partner von Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Berlin, Bonn und Brüssel.

Bildnachweis: Annegret Hultsch für VdG e.V.