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Engpässe in Agrarlogistik erfordern Transporte mit 44 t

Engpässe in Agrarlogistik erfordern Transporte mit 44 t

Die zunehmend angespannte Situation in der Logistik der Agrarwirtschaft als Folge der COVID-19-Pandemie und des Krieges in der Ukraine bedroht die Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln der aktuellen Erntesaison. Der bereits dramatische Mangel an Berufskraftfahrern hat sich durch die Pandemie sowie die Kriegssituation in Europa derartig verschärft, dass in Deutschland deutlich mehr als die bereits bekannten 60. – 80.000 Fernkraftfahrer fehlen. Ohne weitergehende Maßnahmen steuert die Agrarlogistik in Deutschland sehenden Auges in eine sehr ernste Notlage im Zusammenhang mit der bevorstehenden Ernte. Zusätzlich führt die Kriegssituation in Europa zu einer Verlagerung der weltweiten Warenströme, was zu akuten Herausforderungen beim Im- und Export beiträgt, da beispielsweise für den von der EU-Kommission geforderten Solidaritätskorridor zusätzliche logistische Kapazitäten gebunden werden. Ohne eine spürbare Effizienzsteigerung der LKW-Transporte kann es daher zu Beginn der Erntesaison 2022 zu massiven Beeinträchtigungen des Transports von geernteten Produkten sowie zu Lagerungsengpässen kommen, mit entsprechenden Konsequenzen in der Gesunderhaltung und Weiterverarbeitung der Ernteprodukte auf einem ohnehin angespannten Weltmarkt.

DER AGRARHANDEL e.V. fordert daher, dass die Bundesregierung umgehend handeln muss, damit die lebensnotwendigen Logistikketten in der Agrarwirtschaft nicht unterbrechen oder gar abreißen.

Bereits Anfang April hatte sich eine Allianz aus Verbänden der Agrarwirtschaft in einem Brief an die zuständigen Bundesministerien gewandt und auf die akuten Engpässe in der Agrarlogistik sowie die Folgen für die weltweite Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln hingewiesen. Damals wie heute und insbesondere in diesem Krisenjahr fordern die Verbände, LKW-Fahrten mit einem Gesamtgewicht von bis zu 44 t zumindest temporär für kurze Strecken von bis zu 150 km zu erlauben, ohne, dass Einzelfallgenehmigungen erforderlich sind. Denn der Transport mit 44 t ist im Kombinierten Verkehr gelebte Praxis und keine neue infrastrukturelle oder bürokratische Hürde. Dadurch könne jede siebte Fahrt eingespart werden und kurzfristig ein Beitrag zum Ausgleich der akuten Knappheit im Logistiksektor geleistet werden. Die Ausdehnung von Lenkzeiten, das Aussetzen von Sonn- und Feiertagsfahrverboten sowie Optimierungen beim Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz wären zudem ausdrücklich zu begrüßen.

DER AGRARHANDEL e.V.

Der Agrarhandel e.V. ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Seine Mitgliedsunternehmen beliefern die Landwirtschaft mit Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie Futtermitteln. Sie erfassen bundesweit Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, und vermarkten sie als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Auch zählen internationale Im- und Exporteure sowie Makler von Agrarerzeugnissen zu den Mitgliedern. Der Agrarhandel e.V. ging 2022 aus einer Verschmelzung des Bundesverbands Agrarhandele.V. (BVA) und des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) hervor. Er unterhält Geschäftsstellen in Hamburg und Berlin.

Pressekontakt:

Martin Courbier
Geschäftsführer
Invalidenstraße 34,
10115 Berlin
Tel.: +49 30 2790 741-0
E-Mail: zentrale@bv-agrar.de www.bv-agrar.de

Christof Buchholz
Geschäftsführer
Adolphsplatz 1,
20457 Hamburg
Tel.: +49 40 36 9879-0
E-Mail: info@vdg-ev.de www.vdg-ev.de

Verträge sind auch in Krisenzeiten einzuhalten

Verträge sind auch in Krisenzeiten einzuhalten

Die Einhaltung geschlossener Verträge ist für alle Beteiligten der Wertschöpfungskette maßgebliche Voraussetzung für einen funktionierenden Handel. Gestiegene Energie- und Transportkosten infolge des Ukrainekrieges treffen alle Marktbeteiligten gleichermaßen und geben keiner Vertragspartei das Recht, sich an getroffene Vereinbarungen nicht mehr halten zu müssen oder Änderungen verlangen zu können. Auf diesen Grundsatz der Vertragsgestaltung weist DER AGRARHANDEL aus aktuellem Anlass hin.

Besonders in der heutigen Situation ist dieser Grundsatz von enormer Bedeutung. Denn in der laufenden Kampagne wurde aufgrund der attraktiven Preise teilweise mehr als 50 Prozent der Ernte 2022 von der Landwirtschaft vorkontrahiert. Sollte die Landwirtschaft unter dem Vorwand höherer Gewalt oder gestörter Geschäftsgrundlage versuchen, sich der Kontraktverpflichtung zu entziehen, würde das über Jahre gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen Landwirtschaft und Erfassungshandel gestört.

DER AGRARHANDEL kann derzeit einen Anspruch zur einseitigen Änderung des Vertragsverhältnisses zugunsten der Landwirtschaft nicht erkennen. Anders formuliert: Es gibt kein allgemein gültiges Recht einer Vertragspartei auf ein „gewinnbringendes Geschäft“. Es kann eben auch dazu kommen, dass ein im Nachhinein verlustreicher Vertrag erfüllt werden muss. Auch dies kann sowohl Landwirtschaft als auch Erfassungshandel treffen. Das einseitige Abweichen oder Nicht- Erfüllen von Verträgen führt dabei in der Regel zur Schadenersatzpflicht.

Der Erfassungshandel sichert im Rahmen des internen Risikomanagements die Einkaufspositionen mit der Landwirtschaft an den Börsen ab. Aufgrund der hohen Preisdifferenzen sind an den Börsen Nachschüsse in einem nie dagewesenen Ausmaß angefallen. Würden die mit der Börsenposition zusammenhängenden Einkaufspositionen mit der Landwirtschaft nun ausfallen, entstünde ein erhebliche finanzieller Schaden, den es auszugleichen gilt.

Die Agrarhandelsunternehmen verstehen sich auch und gerade in Krisenzeiten als verlässlicher Partner der Landwirte. Die gesamte Wertschöpfungskette von Landwirtschaft, Erfassungshandel, Mühlen, Exportwirtschaft bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel verlässt sich auf die gegenseitige Liefertreue.

DER AGRARHANDEL e.V.

Der Agrarhandel e.V. ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Seine Mitgliedsunternehmen beliefern die Landwirtschaft mit Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie Futtermitteln. Sie erfassen bundesweit Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, und vermarkten sie als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Auch zählen internationale Im- und Exporteure sowie Makler von Agrarerzeugnissen zu den Mitgliedern. Der Agrarhandel e.V. ging 2022 aus einer Verschmelzung des Bundesverbands Agrarhandele.V. (BVA) und des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) hervor. Er unterhält Geschäftsstellen in Hamburg und Berlin.

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Sicherstellung der nächsten Ernte ist prioritär

DER AGRARHANDEL e.V. fordert Berücksichtigung bei Gaszuteilungen

Im Angesicht der gestern ausgerufenen Frühwarnstufe im Gasnotfallplan setzt sich DER AGRARHANDEL vehement dafür ein, dass bei der Zuteilung knapper Energieressourcen der Agrarhandel als wichtiges Glied in der Lebensmittelkette Berücksichtigung finden muss. „An der Einordnung des Agrarhandels als systemrelevante Branche während der Coronakrise ist auch vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine unbedingt festzuhalten“, betont Geschäftsführer Martin Courbier. Geschäftsführungs-Kollege Christof Buchholz ergänzt: „Die Lage auf den weltweiten Getreidemärkten ist so angespannt, dass es bei der nächsten Ernte auf jede Tonne Getreide ankommt.“ Die sich abzeichnende Frühjahrstrockenheit bereite dem Agrarhandel ernste Sorgen. Keinesfalls dürfe es im Sommer zusätzlich dazu kommen, dass aufgrund von Energie- Rationalisierungen Erntemengen nicht getrocknet, eingelagert und transportiert werden können. Eine zusätzliche Gefahr von Mindererträgen drohe durch die Lieferengpässe bei Düngemitteln. Insgesamt müsse die Sicherung der nächsten Ernte im politischen Diskurs ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Dazu fordert DER AGRARHANDEL ebenso spürbare Effizienzgewinne bei der Agrarlogistik, denn Zehntausende Fahrer fehlen aktuell zusätzlich durch Quarantäne-Maßnahmen sowie den Krieg in der Ukraine.

Anlässlich der zurzeit laufenden Agrarministerkonferenz mahnt DER AGRARHANDEL außerdem eine schnelle Entscheidung zum Umgang mit ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) an. „Die Zeit drängt!“, stellte Courbier fest. „Wenn in Deutschland die Nutzung ökologischer Vorrangflächen nicht innerhalb kürzester Zeit zugelassen wird, können keine Ackerflächen mehr bestellt werden.“ Zumal das entsprechende Saatgut erst noch bereitgestellt und ausgeliefert werden müsse. Die EU habe richtigerweise entschieden, dass die betreffenden Flächen mit allen Kulturen bestellt werden und die Pflanzen auch bedarfsgerecht gedüngt und mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden dürften. Deutschland dürfe hinter dieser gemeinsamen Entscheidung nicht zurückfallen. Die Grünen spielen jüngst mit dem Gedanken, die ÖVF auch für den Leguminosenanbau freizugeben, allerdings ohne den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. „Das wäre nicht mehr als ein fauler Kompromiss. Als der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beim Anbau von Leguminosen im Rahmen des Greening verboten wurde, ist die Anbaufläche nicht ohne Grund eingebrochen“, kritisiert Courbier.

DER AGRARHANDEL e.V.

Der Agrarhandel e.V. ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Seine Mitgliedsunternehmen beliefern die Landwirtschaft mit Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie Futtermitteln. Sie erfassen bundesweit Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, und vermarkten sie als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Auch zählen internationale Im- und Exporteure sowie Makler von Agrarerzeugnissen zu den Mitgliedern. Der Agrarhandel e.V. ging 2022 aus einer Verschmelzung des Bundesverbands Agrarhandele.V. (BVA) und des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) hervor. Er unterhält Geschäftsstellen in Hamburg und Berlin.

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Christof Buchholz
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BVA und VdG verschmelzen zu DER AGRARHANDEL e.V.

BVA und VdG verschmelzen zu DER AGRARHANDEL e.V.

Berlin/Hamburg, 25. März 2022. Der Bundesverband Agrarhandel (BVA) e.V. in Berlin und der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG) e.V. in Hamburg verschmelzen zu dem neuen Branchenverband DER AGRARHANDEL e.V. Die Mitgliedsunternehmen beider Verbände haben die Fusion gestern auf ihren Mitgliederversammlungen in Berlin beschlossen.

DER AGRARHANDEL e.V. bietet seinen Mitgliedern künftig umfangreiche Facharbeit zum bundesweiten sowie internationalen Agrarhandel, Rechtsberatung, Netzwerktreffen sowie ein internationales Schiedsgericht. Mit vereinter Kraft wird er sich noch intensiver in die öffentliche und politische Diskussion einbringen und die Interessen der Branche vertreten. Über den europäischen Dachverband Coceral in Brüssel, den Bundesverband Groß- und Außenhandel, den Grain Club sowie weitere Verbände und Organisationen in London, Paris und Rotterdam ist DER AGRARHANDEL e.V. national und international ausgezeichnet vernetzt.

Der neue Verband geht aus zwei etablierten Bundesverbänden hervor und vereint somit deren Fachspezialisierungen und Angebote. Der BVA e.V. blickt auf eine über 70-jährige Geschichte zurück. Er vertrat und betreute den nationalen Agrarhandel, der der Landwirtschaft vor- beziehungsweise nachgelagert ist: Unternehmen, die Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Futtermittel an Landwirte liefern sowie Agrarrohstoffe wie Getreide und Ölsaaten erfassen, aufbereiten und vermarkten. Der VdG e.V. agierte über 150 Jahre lang als Sprachrohr des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und Hülsenfrüchten und veranstaltete jährlich die wichtigsten Branchentreffen in der Hansestadt Hamburg. Das seit vielen Jahren erfolgreiche Schiedsgericht ist branchenweit für seine Kompetenz anerkannt und wird auch weiterhin in Hamburg geführt. Beide Bundesverbände arbeiten bereits seit 2020 verstärkt zusammen, beispielsweise in Form des gemeinsamen Twitter- und Facebook-Kanals „Agrarhandel Deutschland“ oder der erfolgreichen Seminarreihe „Gut zu wissen im Agrarhandel“.

„Wir sind sehr stolz auf diesen großen Schritt für unsere Branche. Damit setzen wir auch ein Signal, dass wir den Wandel bereits aktiv mitgestalten.“

Die beiden bisherigen Verbandspräsidenten Rainer Schuler, geschäftsführender Gesellschafter der Beiselen GmbH, und Thorsten Tiedemann, Vorstandsmitglied der Getreide AG, führen den neuen Verband bis zu den ersten Wahlen im September 2022 paritätisch. Die Leitung der Geschäftsstellen übernehmen die Geschäftsführer Martin Courbier (vormals BVA e.V.) und Christof Buchholz (vormals VdG e.V.). Beide bisherigen Büros bleiben mir ihren spezifischen Aufgaben im Verband DER AGRARHANDEL e.V. in Berlin bzw. Hamburg an bekannter Adresse aktiv.
„Durch den Zusammenschluss können wir mit gebündelter Kraft den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit verstärken“, erläutert Rainer Schuler. „In diesen schweren Krisenzeiten ist ein starker Fach- und Lobbyverband für die Mitglieder als Sprachrohr und Problemlöser unverzichtbar.“

„Neben der erweiterten Facharbeit schafft die Verschmelzung Synergien, von denen unsere Mitglieder profitieren“, unterstreicht Thorsten Tiedemann. „Wir sind sehr stolz auf diesen großen Schritt für unsere Branche. Damit setzen wir auch ein Signal, dass wir den Wandel bereits aktiv mitgestalten.“
DER AGRARHANDEL e.V.

Der Agrarhandel e.V. ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Seine Mitgliedsunternehmen beliefern die Landwirtschaft mit Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie Futtermitteln. Sie erfassen bundesweit Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, und vermarkten sie als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Auch zählen internationale Im- und Exporteure sowie Makler von Agrarerzeugnissen zu den Mitgliedern. Der Agrarhandel e.V. ging 2022 aus einer Verschmelzung des Bundesverbands Agrarhandele.V. (BVA) und des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) hervor. Er unterhält Geschäftsstellen in Hamburg und Berlin.

DER AGRARHANDEL e.V.

Der Agrarhandel e.V. ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Seine Mitgliedsunternehmen beliefern die Landwirtschaft mit Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie Futtermitteln. Sie erfassen bundesweit Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, und vermarkten sie als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Auch zählen internationale Im- und Exporteure sowie Makler von Agrarerzeugnissen zu den Mitgliedern. Der Agrarhandel e.V. ging 2022 aus einer Verschmelzung des Bundesverbands Agrarhandele.V. (BVA) und des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) hervor. Er unterhält Geschäftsstellen in Hamburg und Berlin.

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Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sicher umsetzen

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sicher umsetzen

BVA e.V. und VdG e.V. informieren Agrarhändler in ihrer Seminarreihe „Gut zu wissen im Agrarhandel“

Berlin/Hamburg, 27. Januar 2022. Welche Risiken bestehen in meiner Lieferkette? Wie richte ich ein Beschwerdemanagement ein? Und wie kann ich mein Unternehmen generell in Hinblick auf Sorgfaltspflichten rechtssicher aufstellen? Diese und weitere Fragen waren Inhalt eines knapp dreistündigen Online-Seminars am 25. Januar zum neuen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz des Bundesverbands Agrarhandel (BVA) e.V. und des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG) e.V. Im Rahmen ihrer Online-Seminarreihe „Gut zu wissen im Agrarhandel“ gaben die beiden Branchenverbände Unternehmen die Möglichkeit, konkrete Handlungsempfehlungen von Expertinnen zu erhalten und Klarheit zu gewinnen.

„Bei vielen Unternehmen herrscht oft noch Unsicherheit, inwieweit sie von dem neuen Gesetz betroffen sind und welche Anpassungen in ihrem Betrieb notwendig sind“, erklärt BVA-Geschäftsführer Martin Courbier, der das Seminar moderierte. „Mit dem Seminar konnten wir konkrete, praktische Unterstützung geben und helfen, einige brennende Fragen zu klären.“ Die Verbände hatten Referentinnen geladen, die aus Unternehmensperspektive zeigten, wie eine Umsetzung gelingt, außerdem zwei Expertinnen des „Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte“. Als kostenloses Unterstützungsangebot der Bundesregierung berät der Helpdesk Unternehmen jeder Größe zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse. Die Referentinnen erläuterten die Anforderungen des Gesetzes und stellten nützliche Online-Tools vor: Der CSR-Risiko-Check hilft bei der Einschätzung der lokalen Menschenrechtssituation sowie Umwelt-, Sozial- und Governancethemen in einzelnen Ländern und für verschiedene Commodities. Der KMU-Kompass unterstützt bei der Umsetzung der Sorgfaltsprozesse in Unternehmen. „Es geht zunächst darum, die Risiken im eigenen Geschäftsbereich und in der Lieferkette zu identifizieren und mit entsprechenden Präventions- und Abhilfemaßnahmen zu begegnen“, so Sabine Peters-Halfbrodt, Beraterin beim Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte. „Ein Perspektivwechsel hilft außerdem dabei, eine umfassende Sichtweise auf die Situation zu erlangen: Welche Auswirkungen hat die Tätigkeit des Unternehmens auf die Menschen, die von den Aktivitäten des Unternehmens betroffen sein können?“ Als Fazit des Seminars wurde deutlich, dass die Umsetzung der Anforderungen zwar sehr individuell ist, Unternehmen aber viel Hilfestellung dabei erhalten können, die den Prozess erleichtern.

„Bei vielen Unternehmen herrscht oft noch Unsicherheit, inwieweit sie von dem neuen Gesetz betroffen sind und welche Anpassungen in ihrem Betrieb notwendig sind.“

Unter dem Namen „Gut zu wissen im Agrarhandel“ bieten BVA e.V. und VdG e.V. bereits seit Anfang 2021 praxisnahe Online-Seminare für Mitglieder und Nicht- Mitglieder an. Kommende Themen sind unter anderem Finanz-Themen, wie Kreditsicherung und Kunden-Bonität, oder auch Carbon Farming. Informationen dazu stellen die Verbände auf ihren Websites bereit.

Bundesverband Agrarhandel e. V.

Der Bundesverband Agrarhandel e. V. (BVA) ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Die BVA-Mitgliedsunternehmen bereiten die von der Landwirtschaft gelieferten Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, qualitativ durch Trocknung und Reinigung auf und vermarkten diese Produkte als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Zudem vertreiben sie sowohl Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel als auch Futtermittel an die Landwirtschaft. Dem Agrarhandel kommt damit eine entscheidende Funktion in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu.

Über den VdG e.V.:

Der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) ist der Bundesverband des internationalen Groß- und Außenhandels mit Getreide, Ölsaaten, Futtermitteln und Hülsenfrüchten und seit über 150 Jahren am Welthandelsplatz Hamburg das offizielle Sprachrohr der Branche. Er agiert als Dienstleister für seine Mitglieder und darüber hinaus als Partner von Verwaltung, Politik und Wirtschaft in Berlin, Bonn und Brüssel.

Pressekontakt:

Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.
Anika Nicolaudius
Öffentlichkeitsarbeit
Adolphsplatz 1
20457 Hamburg
Tel: +49 (0)40-369879-12
E-Mail: nicolaudius@vdg-ev.de

Bildnachweis: Miltiadis Fragkidis / Unsplash